Windhoek
Siehe Stadtführer / Cityguides
Swakopmund
Siehe Stadtführer / Cityguides
Lüderitz
Siehe Stadtführer / Cityguides
Kaokofeld
Die eigentliche Attraktion im Kaokofeld sind die Menschen. Allerdings sollte
man sich bewußt machen, dass man nicht in einen Zoo fährt. Die
Menschen hier haben zu Recht ihren Stolz.
Im Kaokofeld leben die Himbas. Für mich die schönsten Menschen überhaupt.
Man wird auch Hereros treffen. Hereros und Himas haben gemeinsame Wurzeln und
unterscheiden sich quasi nur dadurch, dass die Hereros eine gewisse "pseudodeutsche
Kultur" übernommen haben und sesshaft sind. Man merkt den Hereros einen besonderen
Stolz an. Besonders gern tragen die Frauen eine Art viktorianische Tracht mit
dem typischen "Hörnerhut". Er symbolisiert in der Tat die Hörner einer Kuh,
die hier für Reichtum und Wohlstand steht. Bei den Männern stehen Phantasie-Uniformen
hoch im Kurs. Ein Gehstock ist wichtig und ein Hut.
Ganz anders die Himbas. Sie leben in nomadisierenden Gemeinschaften und leben
in Dörfern, wobei Männer- und Frauendorf getrennt sind. Als Besucher, wenn
überhaupt darf man im Frauendorf übernachten.
Wie eng verwandt Himbas und Hereros sind, können Sie vielleicht an folgendem
Beispiel erkennne. Als ich im Jahr 2001 zum ersten mal in das Kaokofeld fuhr,
um die Himbas zu besuchen, waren gerade die Vorbereitungen zu einer Trauerfeier
im Gange. Im Schatten der Trauerhütte im Männerdorf saßen Himba- und Hererofrauen
und trauerten um den gemeinsamen Verwandten.
In jedem Dorf gibt es eine Feuerstelle und eine Haupthütte. Die Feuerstelle
wird immer unter Feuer gehalten. Als Besucher ist es einem nicht erlaubt, die
Linie zwischen Haupthütte und Feuerstelle zu überschreiten. Man muss also hinter
der Haupthütte entlang oder um die Feuerstelle herumgehen.
Ich kenne einige Namibier, die ab und zu auf eigene Faust in das Kaokofeld
fahren. Bei diesen Fahrten gelten dann besondere Sicherheitsvorkehrungen. Wichtig
ist vor allem ein großer Trinkwasservorrat, ein großer Benzinvorrat und dass
immer mit mehreren Wagen gefahren wird.
Brandberg
Der
Brandberg ist im Grund eine im Erdmantel steckengebliebene Magmablase, die
dank Erosion der Umgebung nunmehr offenliegt. Als wäre dieser Anblick
nicht atemberaubend genug, haben die Bushleute schon vor Tausenden von Jahren
eigene Felsmalereien zur Verzierung angebracht.
Am Eingang zum inneren Kessel des Brandberges kann man eine Führung buchen,
um nicht unabsichtlich an den inzwischen doch sehr blassen Felsmalereien vorbeizulaufen.
Die Guides haben außerdem interessante Fakten zur Flora und Fauna auf Lager.

Sossusvlei
Das Sossusvlei ein Meer aus Sand. Sessriem heißt der Ort, der den Eingang
zum Sossusvlei markiert. Zig Menschen aus aller Herren Länder treffen sich
hier abends, nur um eine einzige Nacht hier zu verbringen und zu den ersten
zu gehören, die am nächsten Morgen in einem einzigartigen Track, der einem
Tausendfüßler gleicht, die größte Düne Namibias zu erklimmen. Die Düne 45 /
Dune 45, die sich bis zu 300 Meter auftürmt.
Das Schauspiel ist einzigartig. Wer schnell genug ist, erlebt hier den Sonnenaufgang
seines Lebens. Die Sonne, die den beginnenden Tag in der Ferne andeutet, entreißt
die Wüste der Dunkelheit und die Schemen der Sicheldünen beginnen sich abzuzeichen.
Die umliegenden Dünen wechselnd scheinbar Farbe und Form. Von Blutrot über
Purpur hin zu Orange. Dazu der Himmel dessen Farbwechsel dem in nichts nachsteht.
Das Schattenspiel und der scheinbar glühende Sand ist unvergesslich.
Ist man hier, hat man ohne es zu merken das FLussbett des Tsauchab Riviers
durchfahren. Schenkt man den schwarzen Steinen am Wüstenboden der Lehmsenke
etwas Aufmerksamkeit, erkennt man die Spuren des Wassers, das seit tausenden
von Jahren versucht den Ozean zu erreichen. Nur noch 50 km trenen den Tsauchab
Rivier davon und doch eine Unendllichkeit. Die Dünen sind ein effektiverer
Damm, als jedes technische Konstrukt der Ingenieure.
Cape Cross

Etoscha Nationalpark Der Etoscha Nationalpark liegt im Norden des Landes östlich des Kaokofeldes.
Er ist eingezäunt von bis zu 5 Meter hohem Drahtzaun.
Ein Besuch des Etoscha Nationalparks ist ein absolutes muss und sollte nicht
unter 3 Tagen eingeplant werden. So kann man jede Nacht in einem der Forts
(Okaukuejo, Halali und Namutoni) übernachten.
Den Kern des Nationalparks bildet die Etosscha Salz-Pfanne, die man schon
vom Flugzeug aus erkennen kann. Es sind aber noch weitere Salz-Pfannen eingeschlossen,
so die Fischer-Pfanne. Etoscha ist einer der ältesten Nationalparks und
bereits seit 1907 im damaligen Deutsch-Südwest-Afrika unter Schutz gestellt
worden. Seither ist die Fläche des Parks aber kontinuierlich kleiner geworden.
Südlich der großen Salzpfanne, die selbst immer trocken ist, ist der Park
durch Dornsavanne und Mopane-Buschland geprägt. Entlang dieser Landschaft führen
die Parkwege, die zum Teil geteert sind. Sie verbinden die Forts und die zahlreichen
Wasserlöcher.
Die Infrastruktur ist bestens und man muss nichts mitnehmen oder vorbereiten.
In
Okaukuejo, Halali und Namutoni gibt es neben Campingmöglichkeiten und Bungalows,
Einkaufsläden auch Restaurants.
Vermutlich werden Sie den Park über das Südtor (aus Windhoek kommend) betreten,
das sogenannte
Andersson Gate
. Über zwei weitere Tore, das
Von Lindequist Gate im Osten und das "neue"
Nehale lya Mpingana Gate im Norden können Sie den Park ebenfalls betreten und
wieder verlassen.
Victoria Wasserfälle
Ja, die Vicfalls sind nicht in Namibia und doch gehört ein Besuch der Vicfalls
zum Programm, sobald man in der Nähe des Caprivi Streifens unterwegs ist.
Nachdem man an der Grenze den Zwangsumtausch hinter sich gebracht hat, betritt
man ein faszinierendes Land mit freundlichen Menschen. Das Umtauschverhältnis
vermittelt den Eindruck unermesslichen Reichtums.
Die Vicfalls kann man von Zimbabwe oder von Zambia aus betrachten. Es ist
ein alter Streit, welcher Anblick der schönere sei. |